Dienstag, 6. Juli 2010

"You scored as a hippie!"

Hippie! Das ist es also, ich hab's geahnt. Die Euphorie mit der ich den Nachhauseweg barfuß bewältige, auf Demos die Erste bin die an den Musikinstrumenten ist und die streng zurückgehaltenen exibitionistischen Zwänge hätten mich schon längst stutzig machen sollen...

Kaum ist man aus der Kleinstadt in die nächstgrößere Stadt gezogen muss man sich mit verschiedenen Problemen rumschlagen. Der Suche nach dem perfekten Lieferservice, die Einrichtung der eigenen neuen Wohnung, der Möglichkeit seine Freizeit etwas anders zu gestalten als ins Fitnessstudio zu gehen und jedes Wochenende im gleichen Club abzuhängen und natürlich neuen Freunden. Tja, hinter alles kann ich ein Häkchen setzen. Der Chinese um die Ecke ist super und die Pizzen von Joey's eigenen sich hervorragend zur Katerbewältigung, die Wohnung ist, nach 2 traumhaften Besuchen zur Zwischenmiete, endlich einigermaßen eingerichtet, meine Badminton- und Basketballfähigkeiten wurden bis auf's äußerste ausgeschöpft, die Clubszene bis auf's äußerste ausgenutzt und doch irgendwie ist der Neuanfang noch nicht perfekt. Der Drang nach Zugehörigkeit und Individualit kristallisiert sich immer weiter heraus. Mainstream ist eh' doof. Sagt jedenfalls die NEON! Und was die NEON sagt ist Gesetz. Also folgte die logische, wie Marx sagen würde, die von der Natur vorbestimmten Konsequenz:

Die Suche nach der perfekten Subkultur!!!

Tja und da fing das Desaster an. Stundenlanges Pro-und Kontalisten-Erstellen während der Mathestunden, die Auswertung von politischen Aktionen, legalen und illegalen Drogen, verschiedenen Kleidungsstilen, der Freizeitgestaltung, der Abschottung von der Gesellschaft und speziell von Freunden, dem Gewalt- und Gefängnispotenzial und natürlich der Frage alles Singles: In welcher Subkultur steckt das beste Partnerpotenzial?

Für mich war die Sache jedenfalls teilweise klar, die Abneigung von Glatzen lässt mich darauf schließen, das Skinheads nicht die perfekteste Wahl wären (wer sich hier aber schon für diese leicht dümmliche Subkultur entschieden hat, sollte kurz noch diesen Test absolviern) Auch die Sympathie zur Homosexuellen Gesellschaft und der Ekel vor Läusen hindert mich den Rastafaris beizutreten.
Wenigstens das ist klar. Nicht so klar war die Sache mit den Gruftis. Meine Abneigung gegen Gottesanbeter, Pseudoreligionen und den sonntäglichen Glocken hat mich doch ein wenig zweifeln lassen. Umgestimmt wurde ich dann durch das tägliche Make-up.
Also was soll man sonst machen???

Genau! Einen Psychotest! Für alle die sich seiner Subkultur noch nicht sicher sind, die zwischen Kapitalismus und Kommunismus schwanken, Totenkopftätowierungen favorisieren aber auch von synthetischen Drogen nicht abgeneigt sind...

So, meine Zukunft ist besiegelt, NEON sei dank, endlich nicht mehr Mainstream! Gleich morgen werde ich die Highheels in die Ecke werfen, mein Wohlstandsideal überarbeiten und den Drogenkonsum hochschrauben!

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