Mittwoch, 10. November 2010

Schmutzige Schokolade - Was verbindet Milka Schokolade mit Kinderarbeit?

"...Die meisten Menschen lieben Schokolade, und die Hälfte aller Schokolade weltweit essen Europäer. 1,5 Millionen Tonnen im Jahr - das sind 15 Milliarden Tafeln. Jeder Deutsche isst im Durchschnitt etwa elf Kilo im Jahr. Jedoch ist Schokolade-Essen nicht so harmlos wie wir glauben - vor allem nicht für Kinder in Afrika. Hilfsorganisationen verdächtigen die Schokoladen-Industrie, von Kinderhandel und Kinderarbeit in Afrika zu profitieren und damit Straftaten zu verschleiern..."

Hier eine super Reportage über die schmutzigen Machenschaften der Kakao-Industrie, Kinderhandel, Kinderarbeit und die Ignoranz der Großkonzerne!

Und wen diese Doku zum Nachdenken gebracht hat, dem gebe ich noch den Link des GEPA Online-Shops auf den Weg. Unter Anderem findet man dort auf der offiziellen Homepage auch sehr viel Wissenswertes über den Fairen Handel.

Sonntag, 7. November 2010

Selbsttest - 30 Tage ohne Zucker

...und hier der Link zu meinem neuen Projekt :)

Drauf gekommen bin ich durch einen Aufruf auf der Internetseite naturgetr.eu , die sich hauptsächlich mit den Themen Natur-, Umwelt-, und Klimaschutz beschäftigt, aber auch mit dem Themen Nachhaltigkeit und Konsum- und Gesellschaftskritik. Ein Besuch lohnt sich:)

...nach wochenlanger Blog-Abstinenz...

Da hab ich doch glatt n Anrantzer von meinen Freuden bekommen, dass ich nichts mehr poste. Ist auch verständlich - irgendwie. Schließlich war das hier, mit Ausnahme von Telefon (ich telefonier unglaublich ungern) und E-Mails (werden sowieso nie gelesen), die einfachste Form mich mitzuteilen. Tja, was soll man dazu sagen...? Ich hatte einfach schlichtweg keinen Bock.
Das hat sich jetzt geändert! Um diesen Blog nicht ganz mit meinem neuen Vorhaben zu versauen, habe ich mir vorgenommen einen neuen zu erstellen.
Es ist 4 Uhr nachts, in 2 Stunden muss ich wieder aufstehen, ich kann nicht schlafen. Zu viele Dinge, die einen zum Aufbleiben zwingen... Da ich seit Monaten mich selbst teste, sei es durch Verzicht auf Fleisch/Fisch oder dem Kauf nachaltig produzierter Kleidung statt ethisch stark belasteter Massenware à la H&M, musste dringend was neues her. Deshalb bin ich seit Stunden auf der Suche nach neuen Herausforderungen: und siehe da, ich denke ich habe soeben mein neues Projekt gefunden...

Montag, 6. September 2010

Ein Blog - Ein Baum



Blogs und die Umwelt...
Blogs verschmutzen keine Umwelt - die sind doch nur im Computer! Leider falsch. Blogs laufen auf Servern die Strom verbrauchen. Da kommt einiges zusammen. Das kann man (zumindest zum Teil) an anderer Stelle wieder gutmachen.

Wir pflanzen einen Baum für dein Blog!
Jeder kann helfen. Manchmal ist das ganz einfach. Mit unserer Aktion "Ein Blog, ein Baum" kannst du zusammen mit I plant a tree und ITSTH ganz einfach deinen Beitrag zum Umweltschutz leisten.


Mein Blog hat eine Kiefer gepflanzt.

Sonntag, 5. September 2010

Nennt mich "ÖKO" !

Lebenskrise könnt man das nennen! Normalerweise holt einen sowas immer später ein. Jedenfalls nicht mit 22. Man wacht auf und irgendwas ist anders. Man schaut in den Spiegel und sieht nicht mehr sich. Man guckt in den Schrank und kriegt die Krise. Man sieht auf den Teller und ekelt sich. Und man weiß nicht warum. 3 Wochen Heimat und man sollte meinen das es einen zurück in alte Verhaltensmuster zurückwirft. Aber: 3 Wochen Heimat und man merkt, dass das nicht das Leben ist was man leben will. 3 Wochen Heimat und man merkt, dass man nicht mehr die selbe ist, man merkt das der Bach zwischen altem "ICH" und neuem "ICH" zu einem reißenden Fluß geworden ist oder noch werden muss um mit sich selbst ins Reine zu kommen.
3 Wochen Heimat und ich muss was ändern. Ernährung, Bewegung, Engagement, Konsumverhalten. Radikal, konsequent und nachhaltig. Das sind DIE Schlagworte!
Nach meinem 3-wöchigen Roadtrip mit Freunden durch Frankeich und Spanien wurde mir einiges klar:

-Highheels sind nur so mittel-bis unpraktisch bei Stadtexkursionen
-Make-up nur so mittel-bis unpraktisch im Sommerurlaub
-Glätteisen nur so mittel-bis unpraktisch wenn man nur mit dem Auto unterwegs ist

und vor allem: Toiletten total überbewertet, wenn man n kleines Wäldchen in der Nähe hat!

Kaum hatte ich mich an das Leben als Vollzeithippie gewöhnt wurde ich wieder in den Alltag geworfen. Kaum in Münster musste das Auto meiner Eltern nach Cuxhaven zurückgebracht werden - und dort blieb ich - 3 Wochen.

Ich weiß nicht, ob ich in der Zeit einfach nur Kontakt zu den falschen Leuten hatte oder mit der frischen Seeluft nicht zurecht kam, jedenfalls wachte ich iwann genau mit diesen Gedanken auf.Irgendwas war anders.Irgendwas musste geändert werden.

Ich also auf Fleischentzug - super Sache, meine ganze Familie musste drunter leiden.
Ich also sportlich aktiv - soll ja bekanntlich gut für den Körper sein.
Ich also sozial engagiert - ist gut für's schlechte Gewissen.

Jetzt bin ich wieder eine Woche in Münster - und ich bin grüner als jemals zuvor.

Kürzlich sagte ich zu einer meiner besten Freundinnen: "Du musst dir Ziele setzen im Leben, Ziele von denen du überzeugt bist, für die du eintreten kannst und an denen du arbeiten musst auch wenn du denkst, dass dies unmöglich ist..."
Ich glaub erst in diesem Moment ist mit mal wirklich klar geworden, das wir alle Teil eines großen Ganzen sind und das auch jeder Teil etwas ändern kann, etwas erreichen kann-wenn man nur anfängt es zu tun.

Ich also 50% meiner Highheels verschenkt.
Ich also Glätteisen weggegeben.
Ich also Makeup-Konsum reduziert.
Ich also ein Teil meiner überflüssigen Sachen der Diakonie gespendet.

Und ich bereue nichts. Den Anfang habe ich gemacht und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Ich habe Dinge hinterfragt, mir eine Meinung gebildet und mir Ziele gesetzt. So wie ich es selbst predige.

Vor Allem mein Konsumverhalten hat sich geändert.Nahrungsmittel hauptsächlich von "politisch korrekten" Herstellern, bei Obstprodukten wo es nur geht FAIRTRADE, Gemüse und heimische Früchte zum Großteil saisonal und regional. Auf Fleisch und Fisch wird sowieso verzichtet.

Und hier ist die Frage nach dem WARUM angebracht!

Warum "politisch korrekt"?
-weil Verschwendung und Überproduktion zu unserem "täglich Brot" geworden sind. Global wird etwa 8-mal so viel produziert wie überhaupt konsumiert werden kann und das auch nur in den Ländern die sowieso schon im Überfluss leben, während die andere Hälfte an den Folgen von Unterernährung stirbt.
Und auch so: Etwa zehn Prozent aller verpackten Lebensmittel landen ungeöffnet im Hausmüll - das entspricht knapp 390 Euro pro Haushalt und Jahr - insgesamt rund 15 Milliarden Euro.

Warum regional und saisonal?
-weil die Produktion von nicht saisonalen Produkten unsere Umwelt schädigt und nur mit Hilfen von erhöhten Einsätzen von Pestiziden und unnötiger Energie verbunden ist. Außerdem schadet der Transport von nicht regionalen Obst-und Gemüsesorten der CO² Bilanz. Man muss ja nicht auf alles verzichten, ein Anfang ist ja schon der Griff zu Tomaten aus Deutschland, statt denen aus Spanien.

Warum fleischlos?
-weil die Massentierhaltung zu den schlimmsten Klimakillern überhaupt gehört. 21% des CO² Ausstoßes sind auf Massentierhaltung zurückzuführen.
-weil durch den Anbau von Soja für den Tier-/Nahrungsmittelmarkt täglich tausende von Quadratkilometern Primär-Regenwald abgeholzt werden.
-weil der Mensch mittlerweile nicht mehr auf Fleisch als Nährstoffquelle angewiesen ist.
.....

Tja, genau darum geht es mir.Nicht mehr wegzusehen.Und anzufangen etwas zu tun.

Heut kam dann auch mein erstes T-Shirt an. Fair gehandelt. 100% organisch, 100% ohne Kinderarbeit, 100% Giftstofffrei, 100% Mindestlohnsicher, 100% Fairtrade

Nächstes Wochenende ist nach meinem Innenleben nun auch endlich mein kompletter Kleiderschrank dran.

Ich denke einfach, dass es Zeit ist für sein Handeln Verantwortung zu übernehmen, denn wir haben nur ein Leben, eine Welt und eine Chance um all das aufrecht zu erhalten.

Freitag, 9. Juli 2010

"Two hearts - One Rhythm" - Fairtrade verbindet











Tja Leute, wo soll ich anfangen?! Fand dass es Zeit ist mal wieder die eigene Meinung kundzutun.

Nachdem ich vor einigen Tagen die letzten Klausuren hinter mich gebracht habe und mich langsam tierisch auf die bevorstehenden 6 Wochen Ferien gefreut habe, kamen mir wieder die Projekttage in den Sinn. 1 Jahr bin ich nun am Kolleg, gehöre schon fast zum alten Eisen der Schule, noch eine Woche und ich weiß genau wie's nächstes Jahr wieder ablaufen wird. Fand die Idee von Projekttagen eigentlich ziemlich toll, mal ne gelungene Abwechslung zum nervigen Klausurenstress, doch nun wenn sich sowieso schon alles zum Ende neigt ist es doch ein wenig nervtötend. Unter dem Motto "50 Jahre Overberg Kolleg - Bildung verbindet" starteten die Projekte am Mittwoch. Nach meiner ersten Sport-Euphorie, die mich vor Wochen dazu trieben mich dem Spendenlauf-Projekt anzuschließen, endschied ich mich dann doch kurz vorher um, die Motivation bei 35° im Schatten mindestens 10km zu laufen war urplötzlich nicht mehr da. Sonst bin ich ja vorn dabei, gerade bei gemeinnützigen Sachen. Wenns nicht gerade um Tiere geht mach ich jeden Scheiß mit. Aber bei der Hitze?! Nein danke!
Also, was blieb mir anderes übrig!?Blieb noch das Bio-Projekt, tagelang im Garten unserer Bio-Lehrerin Kräuter fressen - ich weiß ja nicht! Meditation für Anfänger?! - Also bitte! Und an die anderen Projekte kann ich mich gar nicht erinnern, so sinn-und zweckfrei waren die meiner Meinung einfach.
Letztendlich entschieden Andrea (*) und ich uns dann für das Politik-Projekt. Da wir beide sowieso vor Tagen schon diese Subkultur-Debatte führten bei der wir uns Minderheiten anschließen wollten. Warum nicht auch diesmal? Na ja, was heißt "nicht auch"... Das war im Grunde unsere erste Chance seitdem... Und schwupps waren wir drin...und mit uns beiden schon zu dritt! Super Voraussetzung für konstruktive Teamarbeit! Um 9.30Uhr waren Andrea und ich, mit meiner kleinen Schwester, die im Moment zu Besuch ist auf dem Weg nach Enschede. Shopping und so! Wenigstens hatten wir bis dahin schonmal n Thema:

Dem Einfluss des Bio-Booms auf das Konsumverhalten der Menschen und die Anforderungen der Konsumenten an Bio-Produkte

Da hätten wir uns jedenfalls Mittwoch schonmal Gedanken drüber machen können - haben wir dann aber auf Donnerstag verschoben. Beim Frühstück. Herausgekommen ist dabei dann wenigstens ne Evaluation über ne halbe DIN A4 Seite. Besser als gar nichts. Heut waren wir dann auch nur ne halbe Stunde in der Schule. Ich liebe dieses Projekt!
Und weil ich nun nur noch bis Sonntag so 5-10 Fragen für unsere Umfrage fertigstellen muss, während andere noch mindestens 3Stunden in unklimatisierten Räumen verbringen müssen,packe ich auch gleich meine Schwimmsachen und such mir n schattiges Plätzchen:)

Und nun hab ich schon so viel geschrieben ohne es auf den Punkt zu bringen!
Ich bin eine begeisterte Bio/Fairtrade Konsumentin. Ich kauf alles! Egal ob's schmeckt oder nicht! Jedenfalls an Nahrungsmitteln, für Kleidung fehlt es noch an nötigem Kapital. Und deshalb wollt ich einfach mal meinen Senf dazugeben.

"Durch den Kauf von Fairtrade-Produkten hat jeder Mensch die Chance die Welt ein Stück gerechter zu machen!"

...steht auf der offiziellen Transfair - Homepage. Wahnsinnig passend für solch ein Thema. Da hab ich mich gleich ein bisschen besser gefühlt als ich meinen Fairtrade-Orangensaft neben mir stehen sah. Um das Ganze nicht ins Lächerliche zu ziehen jetzt mal ein paar Fakten, die jeden dazu aufrufen sollten sich ein wenig mit dem auseinanderzusetzen was man eigentlich isst und welche Auswirkungen das eigene Konsumverhalten auf Tiere, die Umwelt aber auch auf ganze Bevölkerungen hat.

Im Grunde fängt es ja beim Kauf von Kaffee, Bananen, Orangen, Mangos und sogar Soya an. Nur die wenigstens stellen sich die frage woher ihre Lebensmittel kommen die sie für so einfach verfügbar erachten. Und auch ich sah den Erwerb von Chiquita-Bananen als völlig normal an. Bananen sind super. Multinationale Konzerne nur leider nicht!!! Plantagenwirtschaft ist gerade in Asien, Mittel- und Südamerika und Afrika "Gang und Gebe", Arbeit für "jedermann" ist durch die Ansiedlung von Unternehmen endlich vorhanden und es scheint als führe dies zur Sicherung von Existenzen. Nur leider ist das nie der Fall!

•Massenware minderer Qualität wird hier produziert
•Brandrodung von ursprünglichem Primärregenwald die Folge
•Der Anbau von Monokulturen fördert den Schädlingsbefall der Anbausorten
•Verlust von Biodiversität
•Belastung der Böden
•Sozio-ökonomische Auswirkungen

Besonders der letzte Punkt sollte uns zu denken geben. Jeder spricht immer von Sozialer Gerechtigkeit, aber keiner tut was. Im Grunde gehen wir viel zu blauäugig durchs Leben. Man sollte sich bewusst machen, dass Bauern und Plantagenangestellte unter dem ständigen Druck der Weltwirtschaft stehen, den Schwankungen von Angebot-und Nachfrage ausgesetzt sind und ihre Produkte zum Einem unter prekären Arbeitsbedingungen produzieren, an denen jährlich Tausende sterben zum Anderen aber auch ihr Produkte für ein Minimum an Zwischenhändler verkaufen müssen. Die Folgen von alledem können bis zur Verelendung führen. Wir sollten uns klar machen, dass ganze Familien, ganze Dörfer und teilweise ganze Länder von unserem Konsumverhalten abhängig sind. Und wer sich jetzt denkt, dass es Alternativen geben muss hat recht! Natürlich gibt es diese! Wessen Traum ist es nicht seine Kinder mit Pestiziden arbeiten zu lassen, sich der Prostitution zu verschreiben, Drogen anzubauen oder ins versiffte Großstadt-Slums zu ziehen.
Fairtrade ist deshalb ein großer Schritt diesem entgegenzuwirken!
Der Weltmarkt produziert sowieso täglich 9-mal soviel wie wir überhaupt konsumieren um unseren "Bedarf" zu decken, was so schon allein total abstrus ist. Meiner Meinung nach sollten wir anfangen die eigene persönliche Einstellung zu überdenken. Es ist schwierig sich vorzustellen, dass mit dem bloßen Kauf von 5 Bananen die miserablen Arbeitsbedingungen , die die Großkonzerne vorgeben, unterstützt werden.
Gerade wir, Deutschland als eines der führenden Industrieländer müssten uns im Grunder der Verantwortung gegenüber der Schwellen- und Entwicklungsländer stellen um dort die Lebensbedingungen zu verbessern, denn die Menschen dort haben keine Chance allein aus dieser Ungerechtigkeit zu entfliehen.
So und zum Ablschuss noch eines der schönsten Kontra-Argumente "Aber das ist alles so teuer!"-SO A SCHMARRN!
Bananen, Kaffee, Orangen(-saft) sind nur um einige Cent teurer als andere Produkte und das ist doch zu verkraften! Außerdem gibts nun auch schon in 08/15 Supermärkten zu erhalten. REWE, LIDL und DM verfügen schon über eigene Produktlinien und wenn ich das mit meinem kleinen BAföG-Satz finanzieren kann dann wirds auch bei anderen gehen. Es ist nicht die Frage ob man sein ganzes Konsumverhalten umstellt, man sollte nur anfangen bewusster zu konsumieren und fairer zu handeln um so anderen Menschen Zukunftschancen zu bieten und Existenzen zu sichern. Wir sollten lernen, Verantwortung zu übernehmen für unser Handeln, nicht mit bloßer Naivität durchs Leben gehen und mehr hinterfragen.

Und wie Jean-Paul Sartre schon sagte:

"Wenn Ihr Eure Augen nicht braucht um zu sehen, werdet Ihr Sie brauchen um zu weinen."

Dienstag, 6. Juli 2010

"You scored as a hippie!"

Hippie! Das ist es also, ich hab's geahnt. Die Euphorie mit der ich den Nachhauseweg barfuß bewältige, auf Demos die Erste bin die an den Musikinstrumenten ist und die streng zurückgehaltenen exibitionistischen Zwänge hätten mich schon längst stutzig machen sollen...

Kaum ist man aus der Kleinstadt in die nächstgrößere Stadt gezogen muss man sich mit verschiedenen Problemen rumschlagen. Der Suche nach dem perfekten Lieferservice, die Einrichtung der eigenen neuen Wohnung, der Möglichkeit seine Freizeit etwas anders zu gestalten als ins Fitnessstudio zu gehen und jedes Wochenende im gleichen Club abzuhängen und natürlich neuen Freunden. Tja, hinter alles kann ich ein Häkchen setzen. Der Chinese um die Ecke ist super und die Pizzen von Joey's eigenen sich hervorragend zur Katerbewältigung, die Wohnung ist, nach 2 traumhaften Besuchen zur Zwischenmiete, endlich einigermaßen eingerichtet, meine Badminton- und Basketballfähigkeiten wurden bis auf's äußerste ausgeschöpft, die Clubszene bis auf's äußerste ausgenutzt und doch irgendwie ist der Neuanfang noch nicht perfekt. Der Drang nach Zugehörigkeit und Individualit kristallisiert sich immer weiter heraus. Mainstream ist eh' doof. Sagt jedenfalls die NEON! Und was die NEON sagt ist Gesetz. Also folgte die logische, wie Marx sagen würde, die von der Natur vorbestimmten Konsequenz:

Die Suche nach der perfekten Subkultur!!!

Tja und da fing das Desaster an. Stundenlanges Pro-und Kontalisten-Erstellen während der Mathestunden, die Auswertung von politischen Aktionen, legalen und illegalen Drogen, verschiedenen Kleidungsstilen, der Freizeitgestaltung, der Abschottung von der Gesellschaft und speziell von Freunden, dem Gewalt- und Gefängnispotenzial und natürlich der Frage alles Singles: In welcher Subkultur steckt das beste Partnerpotenzial?

Für mich war die Sache jedenfalls teilweise klar, die Abneigung von Glatzen lässt mich darauf schließen, das Skinheads nicht die perfekteste Wahl wären (wer sich hier aber schon für diese leicht dümmliche Subkultur entschieden hat, sollte kurz noch diesen Test absolviern) Auch die Sympathie zur Homosexuellen Gesellschaft und der Ekel vor Läusen hindert mich den Rastafaris beizutreten.
Wenigstens das ist klar. Nicht so klar war die Sache mit den Gruftis. Meine Abneigung gegen Gottesanbeter, Pseudoreligionen und den sonntäglichen Glocken hat mich doch ein wenig zweifeln lassen. Umgestimmt wurde ich dann durch das tägliche Make-up.
Also was soll man sonst machen???

Genau! Einen Psychotest! Für alle die sich seiner Subkultur noch nicht sicher sind, die zwischen Kapitalismus und Kommunismus schwanken, Totenkopftätowierungen favorisieren aber auch von synthetischen Drogen nicht abgeneigt sind...

So, meine Zukunft ist besiegelt, NEON sei dank, endlich nicht mehr Mainstream! Gleich morgen werde ich die Highheels in die Ecke werfen, mein Wohlstandsideal überarbeiten und den Drogenkonsum hochschrauben!

Ein bisschen Patriotismuskritik:

...weils so schön zum aktuellen WM-Fanatismus passt, für den ganz Deutschland wohlwollend auf die Straße geht, aber keine Kritik an den Sparplänen der Bundesregierung äußert welche uns wohl oder übel länger beschäftigen werden als ein möglicher Sieg bei der WM...

Egotronic-Raven gegen Deutschland

Endlich ein Teil der Graswurzel-Publizistik!!!

Yehaa.
Endlich geschafft! Wieder einem Trend nachgegangen, wieder ein Stück weiter Mainstream, wieder meine Daten an korrupte Händler verschenkt, wieder ein Versuch individueller zu wirken als andere.
Nun ja, fangen wir mal an: Im Grunde ist dies der Versuch meine teilweise stark ansteigende Schreiblust zu befriedigen. Nach fast einem Jahr E-Mail Abstinenz in die ich mich, durch den Verlust meines betrieblichen Emailaccounts aufgrund meines Ausstiegs aus der Fischdosenszene, geflüchtet habe feiere ich hier mein Comeback. Wenn auch auf andere Art und Weise.
Damals als Heringsfilets in Tomatensauce und die perfekte Aufrisstechnik einer Fischdose noch zu meinen Hauptinteressen zählen sollten, konnte ich mich gute 8 Stunden am Tag meinen sozialen Kontakten zuwenden um dem harten, immer in scharfer Konkurrenz stehenden Arbeitsleben der Fischdosenbranche zu entfliehen. Heute, ca. 1 Jahr nach meinem Ausstieg versuche ich mein Leben wieder in den Griff zu bekommen.
Dies soll nun der Anfang sein, ein Blog über jedweden Scheiß der mir in den Sinn kommt. Sinn-und Zweckfreier Informationsaustausch für den ich mich sicher irgendwann in Grund und Boden schämen werde.
ALSO LOS!